Jochen Praefcke

 

Ich stottere seit ich denken kann - Ursache unbekannt. Jahrzehntelang war Stottern das beherrschende Thema in meinem Leben: vom ersten Gedanken am Morgen, über die Planung aller potentiell problematischen Alltagssituationen bis hin zum letzten Gedanken vor dem Einschlafen. Gerade die relativ sanfte Ausprägung meines Stotterleidens wurde mir absurderweise zum Verhängnis.

 

 

Im Laufe der Jahre habe ich eine große Bandbreite an Reaktionen auf mein Stottern und den Umgang mit meinem Stottern erlebt, im negativen wie im positiven Sinne. Warum behaupten manche Menschen immer noch, ich stottere doch eigentlich gar nicht? Warum nur versteht niemand, wie sich das anfühlt? Die Antwort ist geradezu verblüffend einfach: weil ich es nie jemandem erzählt hatte, nicht einmal meiner Familie und meinen engsten Freunden. Es war an der Zeit, ein Buch darüber zu schreiben, wie stark mein Stottern mein Leben kontrollierte und wie ich die Kontrolle über mein Leben ein Stück weit wieder zurückerobern konnte.

 

Heute weiß ich, dass sich die Welt eben nicht nur ums Stottern dreht, nicht mal meine eigene. Es hat knapp 40 Jahre gedauert, dies zu begreifen.

 


Ein zutiefst unwissenschaftliches Buch über das Stottern.

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